Film & Fernsehen

ver.di fordert Tariftreue von: "Bündnis für den Film" und NDR-Tochter Studio Hamburg

(Hamburg, 4. Dezember 2007) Am 5. und 6. Dezember findet in Hamburg das Treffen "Bündnis für den Film" unter der Leitung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann statt. Anlass des Treffens ist die Neuausgestaltung des Filmfördergesetzes FFG. Hierbei geht es ver.di auch um eine Regelung zur Tariftreue für diesen Bereich. Wie wichtig das ist, beweist das derzeitige Verhalten von Tarifflucht durch Studio Hamburg, eines der profitierenden Unternehmen der Filmförderung und Gastgeber des gemeinsamen Abendessens am 5. Dezember für die Teilnehmer vom "Bündnis für den Film"!

Wenn am 5. Dezember das gemeinsame Abendessen der Teilnehmer vom "Bündnis für den Film" bei Studio Hamburg stattfindet, ist das hoffentlich kein schlechtes Omen für die vielen Tausend Beschäftigten der Branche. Die NDR-Tochter Studio Hamburg befindet sich im tariflosen Dauerzustand, was zu einer massiven Verschlechterung der Arbeitsbedingungen geführt hat. Mittlerweile werden bei neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis 13% oder 260 weniger gezahlt als für Kollegen, die noch vor wenigen Monaten für gleiche Tätigkeiten eingestellt wurden. Eine wirtschaftliche Erforderlichkeit gibt es dafür nicht. Die NDR-Tochter steht wirtschaftlich so gut da wie lange nicht mehr. In diesem Zusammenhang unterstreicht die Gewerkschaft ver.di die Forderung zur Tariftreue in der Film- und Fernsehproduktionswirtschaft. Sowohl für die Festangestellten der Studios und Produktionsbetriebe sowie der Freien und auf Produktionsdauer befristet Beschäftigten.

Zur Novellierung des Filmfördergesetzes FFG fordert ver.di eine Förderung ausschließlich an Produktionsfirmen und Studios zu vergeben, die ihre Beschäftigten nach den Branchentarifverträgen anstellen und bezahlen. Insbesondere muss das für Großproduktionen und öffentlich-rechtliche Tochterunternehmen wie Studio Hamburg gelten.

"Unsere Filmförderung ist ein wichtiger Impuls für die Branche und ein kultureller wie auch wirtschaftlicher Beitrag für unsere Gesellschaft. Es ist deshalb unverantwortlich, dass in Deutschland Produktionsfirmen und Studios eine großzügige Förderlandschaft aus Steuern, Gebühren und Abgaben in Anspruch nehmen, aber gleichzeitig nicht gewillt sind, ihre Beschäftigten nach den Branchentarifverträgen zu vergüten und anzustellen", kritisiert Olaf Hofmann, Verhandlungsführer im ver.di-Tarifausschuss bei Studio Hamburg.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verliehen, hat connexx.av die Unterschrifteninititive "5 statt12" gestartet.


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